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Solarstrom für die Batterien im Winterhalbjahr

Zum ersten Male habe ich für mein Wohnmobil für die Wintermonate keinen Hallenplatz.
Unser Solarstrom vom Dach (2 x100 W) reicht in der übrigen Jahreszeit für gut geladene Batterien -auch bei längerer Standzeit - aus.
Wie sieht das im der kalten Jahreszeit aus ? Besser vom Netz nehmen oder ausbauen ?

Wir gehen jetzt in den 4. Winter und haben nie Probleme gehabt. Die 2x90W CIS Module, die ohnehin sehr effektiv sind, reichen für die 2x95Ah Aufbaubatterien.
Im letzten Winter und seit ca. 1 Monat heize ich zusätzlich durch (Combi 4), was den Stromverbrauch ein wenig erhöht.
Seit einigen Wochen habe ich den Standby Lader-Pro verbaut, der die Starterbatterie über die Aufbaubatterie mit bis zu 5A mitlädt (ab einer Mehrspannung von 0,7V), was auch tadellos funktioniert. Sprich, mit 180W Solar kommen 190Ah+92Ah immer wieder auf 100%. Gestern, nach einigen 0-Tagen war der Stand auf 81%+74%, was absolut kein Problem darstellt.
Bisher war nur die Starterbatterie das Sorgenkind, aber das hat sich ja jetzt auch erledigt.

Vielen Dank für die Antwort/Information. Ein „Standby Lader Pro“ ist eine sehr gute Idee.
Die mir dringend angeratene wasserabweisende Wohnmobilschutzhülle wäre dann nicht sinnvoll, oder hat jemand Erfahrungen damit, dass man diese im Bereich der Solarstrommodule ausschneiden kann ?

Was solche Hüllen angeht, gehen die Meinungen auseinander. Ich persönlich halte nichts von ihnen. Zum einen haben wir es hier mit Fahrzeugen zu tun, die ja für den Aufenthalt im Freien gebaut wurden. Eine Abdeckung kann sich ganz schnell kontra-produktiv auswirken. Sie müßte atmungsaktiv sein, um Feuchtigkeitsansammlungen an der Abdeckung zu verhindern. Dann wäre es gut, wenn sie irgendwie „gefüttert“ wäre, damit beim Auf- und Abziehen keine Kratzer im Lack entstehen. Und ja, die Solarmodule sollten frei sein. Ausschnitte auszuschneiden würde aber bedeuten, daß der Schutz nicht mehr wirklich gegeben ist, Wasser und „Schmutz“ können u.a. durch Winde durchkommen.
Meins steht immer draußen, wird auch im Winter bewegt, kommt ca. 1 x im Monat in die Waschanlage und sieht eigentlich immer sauberer aus als das Auto … auch auf dem Dach.

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Mein Wohnmobil steht unter Dach und ein mobiles 50-W-Paneel hängt außen an der Südwand. Das reicht meistens aus, die Batterien (2x95Ah) zwischen 60 und 90 % zu halten. Letztes Jahr musste ich zwischendurch einmal mit Landstrom nachladen, da zu lange zu wenig Sonne durch kam. Daher sollten die 200WP flach auf dem Dach ähnlich viel bringen. Wichtig ist nur, daß keine Verbraucher dauernd Strom ziehen, was bei vielen Wohnmobilen der Fall ist, wenn man das Bedienpaneel eingeschaltet lassen muß, damit die Solarpaneele auf dem Dach auch laden können. Am besten einfach ausprobieren und ab und zu einmal nachsehen.
Von den Hüllen bin ich auch nicht so überzeugt, ob man dem Wohnmobil damit etwas gutes tut… Lieber im Frühjahr einmal ordentlich putzen, wenn man mit einem sauberen Wohnmobil losfahren möchte

Danke für deinen den Beitrag, auch wenn er nicht unmittelbar zu meiner Problemlösung
führt erweitert er meinen Horizont, hier z.B. die Idee: Ein Solar-Paneel außerhalb anzubringen, wenn das Wohnmobil unter einem Dach abgestellt wird. – Danke

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Also unser Wohnmobil steht auch immer draußen und so lange als möglich ohne Landstrom. Wir haben 150 Wp/h auf dem Dach und 210 Ah Aufbaubatterie. An Landstrom schließen wir nur an, wenn die Aussentemperturen unter 2° Grad fallen sollten. Das soll die Batterien etwas besser schützen, da sie ja bei kälteren Temperaturen schnelle an Leistung verlieren.

Ich hab meine Heizung auf min. 5° laufen, da stellt sich das Problem weniger. Außerdem bleiben dadurch die Scheiben schön frei. Schwitzwasser ist auch nicht entstanden. Da ich LPG-Gastankflaschen verbaut habe und eine Tankstelle gleich um’s Eck ist, ist das eine brauchbare Lösung.